Dildos richtig auswählen und anwenden – Dein Guide für mehr Lust und Intimität
Dildos gehören heute in vielen Schlafzimmern zum festen Repertoire und sind in der Sexualkultur längst kein Tabu mehr. Dabei reicht ihre Geschichte viel weiter zurück, als man vermuten würde. Archäologen haben z. B. in einer deutschen Höhle einen rund 30.000 Jahre alten, aus Stein gefertigten Phallus ausgegraben – vermutlich der älteste Dildo der Welt.
Auch im Alten Ägypten gab es bereits Lustspender dieser Art: Der Legende nach soll Kleopatra einen mit summenden Bienen gefüllten Papyrusbehälter zur Stimulation genutzt haben– quasi der erste Vibrator – und Dildo aus Materialien wie Glas oder Alabaster waren ebenfalls schon bekannt.
In der Antike waren künstliche Penisse als sogenannte „Olisboi“ bekannt. Im alten Griechenland wurden diese aus Ton oder Leder gefertigten Objekte nicht nur zur Selbstbefriedigung, sondern teils sogar in rituellen Zeremonien zu Ehren des Weingottes Dionysos eingesetzt. Entsprechende Darstellungen solcher Dildos finden sich auf antiken Vasen. Im Mittelalter hingegen verteufelte die Kirche alles, was sexuelle Lust ohne Fortpflanzung versprach – doch historische Beichtprotokolle zeigen, dass Frauen sich heimlich weiterhin mit phallusförmigen Gegenständen Lust verschafften.
Kurioserweise erlebte der Dildo im 19. Jahrhundert ein Comeback als medizinisches „Heilmittel“: Ärzte nutzten Dildos damals zur Behandlung der vermeintlichen weiblichen „Hysterie“ und anderer Beschwerden. Aus diesen Therapieansätzen entstand schließlich 1869 auch der erste mechanische Vibrator.
Doch erst ab den späten 1960er-Jahren begann der eigentliche Siegeszug des Dildo als Lustobjekt jenseits von Tabus und rein medizinischen Zwecken. Heute sind Dildos weithin akzeptiert und stehen sinnbildlich für sexuelle Selbstbestimmung und Spaß an der eigenen Lust.
Gesundheitliche Vorteile und psychologische Aspekte
Abgesehen vom reinen Lustgewinn sprechen auch gesundheitliche Gründe für den Einsatz von Dildos (und ähnlichen Sexspielzeugen). Beim Masturbieren bis zum Orgasmus schüttet der Körper Glückshormone wie Endorphine sowie schmerzlindernde Substanzen aus – das kann bei Frauen beispielsweise Menstruationskrämpfe lindern.
Regelmäßige Selbstbefriedigung stärkt zudem erwiesenermaßen die Beckenbodenmuskulatur, fördert die Durchblutung im Intimbereich und trägt zum Stressabbau bei. Einige Studien legen sogar nahe, dass häufige Orgasmen das allgemeine Wohlbefinden verbessern und (bei Männern) langfristig das Risiko für Prostataleiden reduzieren können.
Auch in psychischer Hinsicht und bezogen auf das Sexualleben bringt die Solo-Lust viele Vorteile. Masturbation – ob mit den Händen oder mit Toys – hilft effektiv beim Stressabbau und kann wie eine Entspannungstechnik wirken. Viele Frauen berichten, dass ihnen ein Orgasmus das Einschlafen erleichtert oder nach einem langen Tag beim Abschalten hilft.
Darüber hinaus hat die selbstbestimmte Lust positive Effekte auf Selbstbild und Partnerschaft: Wer mit einem Dildo den eigenen Körper erkundet, findet in privater, geschützter Umgebung heraus, welche Berührungen sich am besten anfühlen.
Dieses Wissen erhöht das sexuelle Selbstbewusstsein und kommt auch der Partnerschaft zugute – denn wer die eigenen Vorlieben kennt, kann sie beim Sex mit dem Partner leichter kommunizieren. Manche Paare finden es sogar erregend, wenn der Partner sich vor ihren Augen selbst befriedigt, oder sie nutzen Toys gemeinsam, um das Liebesspiel zu bereichern. Nicht zuletzt empfinden viele Menschen die bewusste „Me-Time“ mit sich selbst als Akt der Selbstfürsorge, der das seelische Wohlbefinden stärkt.
Die verschiedenen Arten von Dildos
Wie vielfältig Dildos sein können, zeigt ein Blick auf die gängigen Modellarten. Im Folgenden eine Übersicht der wichtigsten Typen mit ihren Besonderheiten und Anwendungsbeispielen:
Klassische Dildo: Unter einem klassischen Dildo versteht man eine einfache, meist glatte oder leicht gebogene Ausführung ohne besondere Extras. Diese Modelle haben oft eine mittelgroße, handliche Form und eignen sich gut für Einsteiger. Sie bestehen häufig aus weichem Silikon oder Latex und lassen sich vielseitig sowohl vaginal als auch (mit entsprechender Vorsicht) anal verwenden.
Realistische Dildo: Diese Toys sind echten Penissen nachempfunden – meist mit ausgeformter Eichel, angedeuteten Adern und manchmal sogar modellierten Hoden am Ende. Das realistische Design soll ein möglichst authentisches Gefühl vermitteln. Viele realistische Modelle bestehen aus hautähnlichen Materialien (z. B. zweischichtigem Silikon für einen weichen Außen- und festeren Kern) und einige werden nach realen Vorbildern gefertigt. Häufig besitzen sie einen Saugnapf als Fuß, sodass man sie auf glatten Oberflächen befestigen und freihändig nutzen kann. Außerdem lassen sich viele dieser Dildos dank flachem Basisende in Strap-On-Gurte einspannen, um sie beim Partnersex zu verwenden.
Doppel-Dildos: Wie der Name sagt, handelt es sich dabei um doppelseitige Dildos, die an beiden Enden genutzt werden können. Diese langen, meist flexiblen Toys ermöglichen es zum Beispiel zwei Partnern (häufig zwei Frauen), sich gleichzeitig gegenseitig zu penetrieren – jede nutzt ein Ende. Aber auch für Solo-Abenteuer können Doppel-Dildos reizvoll sein, etwa um vaginal und anal gleichzeitig stimuliert zu werden. Doppel-Dildos bestehen oft aus biegsamem Gel-Material oder Silikon, damit sie sich den Körperbewegungen anpassen.
XXL-Dildos (große Dildos): Für erfahrene Nutzer gibt es auch extragroße Modelle, die durch besondere Länge oder einen großen Durchmesser eine extrem intensive Stimulation bieten. Solche „Monster-Dildos“ sind keinesfalls für Einsteiger geeignet, sondern richten sich an Kenner, die das ausgeprägte Dehnungsgefühl und die Herausforderung suchen. Wichtig ist hier, noch mehr auf langsames Vorgehen und reichlich Gleitmittel zu achten, um Verletzungen zu vermeiden. Bei richtiger Anwendung können XXL-Toys ein außergewöhnlich intensives Lustempfinden ermöglichen – jenseits des Alltäglichen.
Anal-Dildos: Für die anale Stimulation wurden spezielle Dildos entwickelt, die an die Bedürfnisse dieses empfindlichen Bereichs angepasst sind. Sie zeichnen sich durch eine schmale, oft konische Form und vor allem durch eine ausgeprägte Sicherheitsbasis (einen breiten Fuß oder Griff) aus, damit das Toy nicht versehentlich komplett hineingleitet. Anal-Dildos sind in der Regel etwas kleiner im Durchmesser als vaginale Modelle und sollten immer großzügig mit Gleitgel verwendet werden, da der Analkanal von Natur aus weniger eigene Befeuchtung hat.
G-Punkt- und Prostata-Dildos: Diese Modelle sind speziell gebogen oder gewinkelt, um bestimmte Lustzonen gezielt zu erreichen. Ein G-Punkt-Dildo hat meist eine gekrümmte Form mit verdickter Spitze, die bei vaginaler Anwendung den G-Punkt der Frau stimuliert. Ähnlich sind Prostata-Dildos (häufig mit ergonomischem Griff oder Stopper) darauf ausgelegt, beim Mann die Prostata – den „P-Punkt“ – über den Enddarm zu massieren. Durch die besondere Ergonomie solcher Toys lassen sich sehr zielgerichtete Reize setzen und intensive Orgasmen auslösen.
Wie man sieht, findet praktisch jeder das passende Modell nach seinem Geschmack – ob schlicht und funktional oder ausgefallen und spezifisch. Wichtig ist, die eigene Komfortzone zu kennen und ein Modell zu wählen, das den persönlichen Vorlieben und der Erfahrung entspricht.
Beliebte Marken und Hersteller
Qualität und Material spielen bei Intim-Toys eine große Rolle, daher lohnt es sich, auf bewährte Marken zu achten. Im Folgenden einige beliebte und vertrauenswürdige Hersteller von Dildos:
- Fun Factory: Eine deutsche Marke, bekannt für qualitativ hochwertige Toys aus medizinischem Silikon in farbenfrohem Design. Dildos von Fun Factory – oft unter dem Namen „Stub“ – zeichnen sich durch kreative Formen, kräftige Farben und eine samtige Oberfläche aus. Hier trifft innovative Gestaltung auf Made in Germany-Verarbeitungsqualität.
- LELO: Premium-Hersteller aus Schweden, der für sein luxuriöses Design und edle Materialien bekannt ist. LELO bietet neben Vibratoren auch einige Dildo an, die durch eine elegante Optik und hochwertige Verarbeitung überzeugen. Diese Marke steht für eine Mischung aus Funktionalität und Ästhetik, oft ausgezeichnet mit Designpreisen.
- Tantus: US-amerikanischer Hersteller, spezialisiert auf handgefertigte Dildos aus 100 % Platin-Silikon. Tantus bietet eine enorme Modellvielfalt – von realistischen Formen über farbenfrohe Fantasy-Modelle bis hin zu speziellen G-Punkt- und Anal-Dildos – und legt großen Wert auf Körperverträglichkeit. Die Produkte sind geruchsneutral, hypoallergen und äußerst langlebig.
- Doc Johnson: Einer der ältesten und größten Sextoy-Hersteller aus den USA, bereits seit 1976 am Markt. Doc Johnson produziert ein breites Sortiment an Dildo – von einfachen Klassikern bis hin zu naturgetreuen Nachbildungen – und ist für solide Qualität zu erschwinglichen Preisen bekannt. Viele bekannte Produktreihen (z. B. realistische Modelle nach Vorbildern aus der Adult-Branche) stammen von diesem Hersteller.
- Vixen Creations: Innovative Marke aus den USA, berühmt für ihre „VixSkin“-Dildos aus dualem Silikon, die sich in Haptik und Flexibilität fast wie echtes Hautgewebe anfühlen. Vixen-Dildos sind meist realistisch gestaltet und wegen ihres lebensechten Gefühls besonders bei Kennern beliebt. Das Unternehmen gilt als Pionier im Bereich der Zwei-Komponenten-Silikontechnologie und setzt Maßstäbe für natürliche Beschaffenheit von Toys.
Diese und weitere Marken stehen exemplarisch für sichere Materialien, gute Verarbeitung und durchdachtes Design. Wer auf namhafte Hersteller setzt, kann meist sicher sein, ein hautfreundliches und langlebiges Produkt in den Händen zu halten.
Tipps zur Anwendung und Hygiene
Zum Abschluss einige praktische Hinweise, damit die Verwendung eines Dildo nicht nur lustvoll, sondern auch sicher und angenehm ist:
- Reinigung und Lagerung: Nach dem Spaß sollte der Dildo gereinigt werden – und am besten auch schon vor dem ersten Gebrauch. Bakterien und Keime haben auf ungereinigten Toys nämlich leichtes Spiel, auch sexuell übertragbare Krankheiten können über unsaubere Toys übertragen werden. In der Regel genügt es, das Toy gründlich mit warmem Wasser und milder Seife zu waschen. Wer besonders auf Hygiene achten will, kann auch spezielle Toy-Reiniger verwenden, nötig ist das aber nicht unbedingt. Wichtig ist, das Material anschließend komplett trocknen zu lassen. Bewahren Sie den Dildo danach an einem sauberen, trockenen Ort auf – idealerweise getrennt von anderen weichen Toys, damit unterschiedliche Materialien nicht miteinander reagieren.
- Gleitgel nicht vergessen: Gleitmittel erhöhen den Spaß und die Sicherheit bei der Anwendung. Gerade bei größeren Modellen oder beim Analverkehr ist ein gutes Gleitgel unverzichtbar, um Reibungsschmerzen und kleine Verletzungen zu vermeiden. Am universellsten einsetzbar sind wasserbasierte Gleitgele, da sie mit allen Toys und Kondomen verträglich sind. Silikonbasierte Gele hingegen dürfen nicht mit Silikon-Dildo kombiniert werden, da sie das Material angreifen würden – sie eignen sich eher für Glas- oder Metalltoys (und natürlich für den Körperkontakt ohne Toy). Tipp: Für analen Gebrauch gibt es spezielle, extra gleitfähige Gele, da der Enddarm keine eigene Befeuchtung produziert.
- Langsam und mit Geduld: „Mit der Tür ins Haus fallen“ ist beim Liebesspiel keine gute Idee – der Körper braucht etwas Zeit, um sich an ein Toy zu gewöhnen. Nehmen Sie sich also Ruhe und sorgen Sie für Entspannung, zum Beispiel durch ausgiebiges Vorspiel oder eine angenehme Atmosphäre. Führen Sie den Dildo dann behutsam ein und steigern Sie Tiefe oder Tempo Schritt für Schritt. Anfänger sollten mit einem eher kleineren, glatten Modell beginnen und die Größe erst mit wachsender Erfahrung steigern. Generell gilt: Wenn etwas weh tut oder sich unangenehm anfühlt, hören Sie auf Ihren Körper – machen Sie eine Pause, verwenden Sie mehr Gleitgel oder wählen Sie ein anders geformtes Toy. Leichter Druck kann lustvoll sein, aber echte Schmerzen sind ein Warnsignal und haben beim Solosex keinen Platz.
- Sichere analoge Nutzung: Wer einen Dildo anal verwenden möchte, sollte besonders achtsam sein. Hier ist reichlich Gleitgel Pflicht, und das Toy muss eine ausreichend breite Basis oder einen Griff haben. Führen Sie niemals einen Gegenstand ohne solchen „Stopper“ komplett in den After ein – die Gefahr, dass er vom Darm „eingesogen“ wird, ist real. Verwenden Sie für Analspiele daher nur speziell dafür konzipierte Dildo oder Butt-Plugs. Lassen Sie dem Schließmuskel Zeit, sich zu entspannen, und gehen Sie langsam vor, um Verletzungen zu vermeiden. Dann steht auch dem analen Vergnügen nichts im Wege.
- Safer Sex mit Toys: Wenn Sexspielzeug mit mehreren Personen ins Spiel kommt, ist zusätzliche Hygiene geboten. Benutzen Sie idealerweise für jeden Partner ein neues Kondom über dem Dildo, oder reinigen Sie das Toy gründlich, bevor es den Nutzer wechselt – insbesondere beim Wechsel von analer zu vaginaler Nutzung. So beugt man der Übertragung von Keimen effektiv vor und jeder kann unbesorgt genießen. Im Zweifel lieber einmal mehr waschen oder ein frisches Kondom aufziehen, denn Gesundheit geht vor.
Vorteile des Kaufs bei Intim Space
Wer nun Lust bekommen hat und auf der Suche nach dem passenden Toy ist, findet im Online-Sexshop Intim Space eine große Auswahl an hochwertigen Dildos und anderen Sextoys. Der Einkauf dort bietet einige handfeste Vorteile: So versendet Intim Space alle Bestellungen absolut diskret in neutraler Verpackung, damit Ihre Privatsphäre gewahrt bleibt.
Zudem führt der Shop ausschließlich sorgfältig ausgewählte Qualitätsprodukte von renommierten Herstellern – Sie können sich also darauf verlassen, ein sicheres und langlebiges Toy zu erhalten. Und nicht zuletzt können Sie ganz bequem von zu Hause aus stöbern und bestellen, ohne Zeitdruck und ohne Schamgefühl. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Entdecken und Ausprobieren der vielseitigen Dildo-Welt – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!